Kein Finger(spitzen)gefühl

Verfasst von Jana am .

 

... eigentlich müsste es so heißen: "Kein Finger(spitzen)gefühl" mehr und andere Merkwürdigkeiten ...

 

Aber der Reihe nach ...

Sonntag, 2. März 2014, Lahntallauf in Marburg ... zur Auswahl standen 10 km, Halbmarathon, Marathon oder 50 km ... ursprünglich geplant waren 50 km, das war allerdings noch im alten Jahr 2013, dem Jahr was so Schei... lief und das Jahr in dem ich hoffte 2014 würde das mit dem Laufen besser laufen ... dagegen stolpert auch 2014 nur so vor sich hin ...

 


Fangen wir mit Samstag an ...

Wohl wissend, dass ein Tag später eben jener Lahntallauf stattfinden sollte, bin ich voller Genuß eine wunderschöne 23 km Waldrunde gelaufen, reichlich Höhenmeter und Offroad bzw. -weg dabei und hatte richtig Spaß ... Ich bin auch gefragt worden warum oder wie ich auf so eine Idee gekommen wäre? Aber ganz ehrlich: ich ziehe eine entspannte Waldrunde nun mal dem Asphaltgerenne vor. Klar war aber auch, dass es am Sonntag nun entweder gar keinen Lahntallauf für mich geben würde oder nur einen ganz kurzen ...

 

Es wurde ein Kurzer, ich bin bei meinem Bauchgefühl geblieben und habe mich für die 10 km gemeldet, immerhin bin ich dabei gewesen ...

Vor dem Start habe ich neben den anderen vom Orgateam des Spendenlaufs (genau "Turnbeutel's Spendenlauf 2.0") auch noch nette Leute "vom letzten Jahr", meine Blockhüttenmitbewohner vom SH-Supertrail Norbert Fasel und Eule Frings getroffen, leider auch nur vorher - die sind einfach viel zu schnell für mich. Auch Didi Beiderbeck tauchte noch auf, obwohl er nur vier Stunden vorher noch bei Facebook schrieb mangels Guide nicht teilnehmen zu können. Es ist immer wieder schön Bekannte zu treffen, für mich auch einer der Gründe den Lauf nicht ganz gecancelt zu haben ...

 

Und dann begannen auch schon die Merkwürdigkeiten:

- man weiß der Start ist 10:00 Uhr
- man weiß von der Halle mit der Anmeldung bis zum Start sind's 600 m, allerdings Luftlinie !!
- man weiß es ist besser zumindest eine Minute vor dem Start an selbigen zu sein

Und wo ist man in dem Moment als der Startschuss ertönt? Ca. 400 Laufmeter vom Start entfernt, dazwischen eine rote Ampel, eine Brücke über die Lahn, eine Treppe um auf das Niveau des Radweges zu kommen und gute 100 m auf eben jenem Radweg. ALSO sprinten und das noch vor dem eigentlichen Lauf ... ganz ehrlich, das brauch ich nicht noch mal ...

- das erste Mal fertig bevor es los geht
- vergessen die Uhr zu starten

Den Lauf selbst habe ich hinter mich gebracht ... nicht am Limit, aber eben auch nicht gemütlich ... Halbmarathon wäre auch gegangen, aber meine Lust auf Quälen hielt sich in doch sehr engen Grenzen ... der Vortag war doch zu spüren in den Beinchen ... und ausserdem lockte die Sauna. Am Ende waren es 01:01:17, nicht gerade ein Traum ...

 

Den Tag in der Sauna ausklingen zu lassen hatte ich schon lange vorher beschlossen ... gemütlich in der "Zwitschersauna" liegen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.

Hätte ich mich mal dran gehalten und es nur bei Sauna belassen ... Aber nein, ich musste ja vorher beschließen zukünftig etwas mehr Ausgleichssport zu machen. Nun sind Gymnastik und Stabiübungen nicht wirklich meins. Probiert hab ich's immer mal wieder, von Erfolg gekrönt war's nie. Fahrrad fahren und Schwimmen dagegen habe ich in der Vergangenheit mal regelmäßig gemacht, vor über 20 Jahren

- Gott ich werde alt crying 

als ich mal Richtung Triathlon trainert hatte. Aufgeben musste ich damals der Knie wegen, Fehlstellung der Kniescheiben weswegen Radfahren bei mir eher suboptimal ist. Aber als Ausgleich wird's taugen, denke ich ... Ich hatte mir also neulich eine Schwimmbrille bestellt, neuen Badeanzug auch, Mountainbike steht noch im Keller.

Zurück zu: Hätte ich mich mal dran gehalten ... Ich bin dann also nach dem ersten Saunagang rüber in die Schwimmhalle, zum Schwimmen, genau genommen zum Brustschwimmen - für's Kraulen fehlt mir das nötige Talent und die knapp 20 Jahre ohne Schwimmen haben die Technik mit Sicherheit nicht verbessert, daher erstmal das was ich ganz gut kann oder konnte.

- 25 m Becken, zum Glück ziemlich leer
- 700 m insgesamt, relativ zügig, für meine derzeitigen Verhältnisse - bei dieser Aktion habe ich bewußt auf die Zeit verzichtet
- solange bis mir die Handkanten weh taten, Wasserverdrängung ist schon was komisches

Den Rest des Tages hab ich's dann bei Entspannung belassen und den Abend mit wunderbaren Ofenkartoffeln mit Kräuterquark und leckerem Rindersteak beendet. Lediglich auf den Wein habe verzichtet, ich fürchte ich wäre direkt am Tisch eingeschlafen ...

 

Und das Ergebnis? Kein Finger(spitzen)gefühl mehr, eigentlich in beiden Händen nicht mehr ... Muskelkater in den Händen !!! ... in den Schultern hätte ich ja mit gerechnet, die Oberarme vielleicht auch noch, aber in den Händen ???

 

Und damit dürfte dann auch klar sein warum dieser Bericht erst mit Verzögerung geschrieben werden konnte ... wink

 

 

Tags: LAUF gedanken BLOG, 10er, Wettkampf

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  • Liest sich alles sehr gut
    ich glaube, ich muss auch mal wieder schwimmen !
    Dass du Muskelkater in den Händen hattest
    das habe ich noch nie gehört
    und ich war früher mal Leistungsschwimmerin !
    Wie auch immer
    Muskelkater ist immer ein Zeichen von...... YES
    Kann so weitergehen mit dir !

  • Gut? Verbesserungspotential ist durchaus da ... ;)

    Leistungsschwimmerin? Da kann ich mir ja Tipps holen, sollte ich mich mal wieder am Kraulen versuchen ... ich konnte mich immer nur auf eins konzentrieren, Arme oder Beine und bin dann meist fast abgesoffen dabei ... :D
    Brustschwimmen kann ich eigentlich sehr gut und mit etwas Training auch relativ schnell ... der Muskelkater kam glaube ich von zu verkrampft gehaltenen Händen aufgrund der langen Pause und mangelnden Übung ...

    Aber auch das hat Spaß gemacht und somit sind die Chancen dran zu bleiben um einiges höher als bei dem anderen genannten Kram ... :D

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